Vollmond in Fische 7.09.2025
Mitgefühl – die Sprache des Herzens
In silbernem Schweigen steigt der Mond,
wie ein stilles Versprechen über dem Meer.
September haucht seinen kühlen Atem
über Felder, Wälder, schlafende Städte.
Doch in der Tiefe — da regt sich das Unsichtbare.
Die Fische träumen,
und mit ihnen träumen wir.
Der Himmel ist weich,
als sei er aus Samt und Sehnsucht gewebt.
Licht tropft in Herzritzen,
sanft und zugleich durchdringend
wie ein lange gehütetes Gefühl.
Alte Wunden flüstern im Wind,
sie bitten nicht um Heilung –
nur um Anerkennung.
Die Seele wird durchlässig
wie Wasser zwischen den Fingern.
Was war, was kommt,
verschmilzt in einem stillen Jetzt.
Unter dem Vollmond in Fische
werden wir erinnert:
Nicht alles muss verstanden,
manches darf nur gefühlt werden.
Und so stehen wir da –
Augen zum Himmel, Füße im Tau,
Herzen weit
für das, was sich zeigt,
wenn der Verstand schweigt
und das Träumen beginnt.